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Idyllischer Wohntraum am Tor zur Wachau

22.09.2022, Lesezeit 3 Minuten
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Auf dem Areal eines ehemaligen Marillengartens in Krems entsteht bis Ende 2023 das harmonisch eingebettete Wohnensemble MARENA. Auftraggeber ist die PRISMA-Unternehmensgruppe, das SWIETELSKY-Team vom Standort Horn realisiert die Rohbauarbeiten.

Eine Wohnung im Grünen, ein Haus mit Garten – viele, die aktuell in der Großstadt wohnen, träumen von einer solchen Wohnmöglichkeit. Nebst viel Grün, Ruhe und wenig Hektik soll der Ort nicht weit entfernt oder zumindest öffentlich gut erreichbar zur Arbeitsstätte sein. Parameter wie diese sind inzwischen wichtiger denn je, wenn Wohnprojekte geplant werden. In Krems an der Kremstalstraße, direkt an der Kreuzung zur Mühlgasse, umrandet von idyllischen Weinbergen und weitläufigen Hügeln, entsteht mit dem Projekt MARENA ein neues Wohnensemble aus der Feder des Architekturbüros Baumschlager Eberle, das all dies berücksichtigt. Der Name MARENA wurde bewusst gewählt – ist er doch der Name einer alten Marillensorte. Auftraggeber ist die PRISMA-Unternehmensgruppe Zentrum für Standort- und Stadtentwicklung GmbH. Das SWIETELSKY-Team vom Standort Horn realisiert die Rohbauarbeiten. „Die beengten Bauplatzverhältnisse sowie die Baugrubensicherung zur Straße und gegen den Hang sind eine enorme Herausforderung für uns“, erklärt Gruppenleiter Christian Wildeis. Die Auftragssumme für die Baumeisterarbeiten von SWIETELSKY beträgt rund viereinhalb Millionen Euro. Baubeginn war Ende Jänner 2022, der Bau soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Anrainer in Planung involviert

Der Projekteinstieg war mit einigen Hürden verbunden – standen doch noch vor einigen Jahren just auf dem Grundstück Marillenbäume in voller Blüte. „Bei unserem ersten Projekt in Niederösterreich sind uns Informationen der Nachbarn besonders wichtig gewesen“, betont Anna Steininger, die seitens PRISMA als Projektleiterin fungiert. So wurden mit den angrenzenden Nachbarn intensive Gespräche geführt und deren Wünsche und Vorstellungen bei der Projektplanung berücksichtigt. Schlussendlich ist es auch gelungen, nach Prüfung durch die örtliche Baubehörde die Baugenehmigung ohne Einsprüche zu erhalten. „Mit MARENA schaffen wir sehr qualitätsvollen Wohnraum in einer lebenswerten Stadt“, so Steininger. Das Wohnensemble fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und besteht aus sechs Häusern mit insgesamt 63 Miet- und Eigentumseinheiten sowie drei Studios mit Blick auf die Weinberge. Die attraktiven Eigentums- und Mietwohnungen mit großzügigen Freiflächen bieten künftig ausreichend Platz für individuelles Wohnen mit eigenen Frei-sowie Gemeinschaftsflächen.

Nachhaltiger Lebensraum

Neben einem großzügigen Spielplatz und einem angrenzenden Gemeinschaftsraum wird mit der umweltgerechten Freiraumplanung auch Platz und Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt geschaffen. Beim Heizsystem kommt erneuerbare Energie zum Einsatz, auf fossile Energieträger wird gänzlich verzichtet. „Sowohl der historische Weinkeller als auch das Marterl bleiben erhalten und werden saniert“, so Steininger. „Da auf dem Baufeld ursprünglich viele Marillenbäume standen, wurde behördlich vorgeschrieben, dass einige Naturelemente bleiben müssen. Es wurde viel von Ortbeton auf Ziegel umgeplant und allgemein entstehen wieder viele grüne Flächen“, erklärt Bauleiter Mario Osimitz.

Interview mit Mario Osimitz, Bauleiter Swietelsky AG, Zweigniederlassung Hochbau Niederösterreich und Burgenland am Standort Horn

Was verbinden Sie persönlich mit dem Bauvorhaben?

Ich habe über das Projekt vor etwa einem Jahr in einer örtlichen Zeitung gelesen und zu meinem Vorgesetzten gesagt: „Diese Baustelle müssen wir unbedingt anbieten!" Ich wollte das Projekt sehr gerne persönlich umsetzen, weil es unweit von meinem Wohnort liegt. Das Umfeld ist mir wichtig und ich freue mich, dass es geklappt hat.

Konnte SWIETELSKY eine seiner bekannten Ideen einbringen?

Als die Ausschreibung im Haus war, habe ich die Unterlagen gesichtet und die Massen des Leistungsverzeichnisses kontrolliert. Gemeinsam mit der Kalkulation haben wir dann das LV ausgepreist. Mein Vorgesetzter und ich bestritten gemeinsam die Verhandlungen mit PRISMA/MARENA, also war ich von Beginn an in den gesamten Prozess mit eingebunden. In weiteren Besprechungen wurde in Abstimmung mit dem Objektstatiker vorgeschlagen, das gesamte Projekt in Ziegelbauweise auszuführen, anstatt wie ursprünglich ausgeschrieben mit Stahlbeton. Letztendlich haben wir den Auftrag vermutlich wegen genau dieser Idee erhalten.

Was macht Sie außerdem zum perfekten Partner für das Projekt?

Nach Erhalt des Auftrages wurde am Baustelleneinrichtungsplan gearbeitet. Dies war aufgrund der beengten Platzverhältnisse eine besondere Herausforderung. Das Baufeld ist groß, die Lagerflächenkapazität allerdings sehr gering. Es musste genau überlegt werden, wo wir die Kräne platzieren sollten, um die gesamte zu bebauende Fläche erreichen zu können. Ein zentrales Thema war auch der Bauzeitplan: Dieser dient einerseits als Stundencontrolling der Arbeiter und bildet andererseits auch die Grundlage für die Ziegellieferungen, Fertigteillieferungen und den Planliefertermin. Es ist unsere Aufgabe, alles so abzuwickeln, dass die Baustelle zeitoptimiert läuft und die Ausführung reibungslos funktioniert.

 Mag. (FH) Isabella  Schöndorfer

Redaktion

Mag. (FH) Isabella Schöndorfer

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